Der gehende Gorilla

image_pdfimage_print

Die Bipedie – der zweibeinige Gang – gilt als Haupteigenschaft des Menschen, welchen ihn von allen andern Primaten unterscheidet.

Üblicherweise wird die Entwicklung zum aufrechten Gang auf die folgende Weise veranschaulicht:

 

Stellvertretend für einen Primaten ist ganz links ein Schimpanse zu sehen, der wie gewöhnlich in dem typischen „Knuckle Walking“ auf allen Vieren geht.

 Knuckle Walking             xray_200

Wie das folgende Video zeigt, scheint es aber auch Ausnahmen zu geben: der gehende Gorilla

Marie François Xavier Bichat (11.11.1771 – 22.07.1802) – der Begründer der modernen Histologie

image_pdfimage_print

MF_Xavier_Bichat

In jedem Faszien bezogenen Buch kann man heute lesen, dass in der konventionellen Anatomie immer das Bindegewebe weggeschnitten worden sei und so dessen Bedeutung für den Organismus verkannt wurde. Erst heute – so kann man schlussfolgern, sei die wichtige Bedeutung der verbindenden Gewebe erkannt worden. Diese vermeindlich moderne Vorstellung zeugt aber von einer gewissen Unkenntnis historischer Bezüge.

Bereits 1802 äusserte sich der Begründer der modernen Histologie – Marie François Xavier Bichat -in einer ähnlichen Weise in seinem Buch „Abhandlungen über die Häute im allgemeinen und über die verschiedenen Häute insbesondere“ .

Buch Titel

Der französische Originaltitel lautet: „Traité des Membranes en général et de diverses Membranes en particulier“

Im Folgenden werde ich die „modernen“ Gedanken von X. Bichat vorstellen.

Continue reading

Anatomie Kurs in Heidelberg

image_pdfimage_print

An der Universität Heidelberg werden seit Jahren Anatomie Kurse für Osteopathen und Physiotherapeuten angeboten. Diese finden zweimal im Jahr – im Frühling und im Herbst – statt.

In 5 Modulen kann man sich durch eigenes Präparieren dem Studium der Anatomie am Menschen widmen. Es lohnt sich an solchen Modulen teilzunehmen, da man die strukturelle Dreidimensionalität des menschlichen Körpers nur auf diese Weise erlernen und erfahren kann.

Durch den Klick auf das Bild von Vesalius gelangt man zur Website der Organisatoren. Der Rest ist selbsterklärend.

 Vesalius_Fabrica_portrait

 

 

Hip Extension, Hip Abduction und Neckflexion Test nach Janda – Beckenboden und Transversus nach Lewit

image_pdfimage_print

Dieser Hip Extension Test nach Janda gehört zu klassischen Test sogenannter motorischer Stereotypien . Er wurde bereits 1984 (oder früher ?) von Janda in einem Beitrag der Zeitschrift „Manuelle Medizin – 22:74-78“ vorgestellt.

Interessant in diesem Video sind die klinsichen Bezüge – über welche leider im Unterricht nicht gesprochen wurde – eines gestörten Extensions Patterns. Das Video stammt aus dem zuvor erwähnten Buch von Craig Liebenson und dort aus dem Beitrag von Misa Veverkova.

 

Liebenson selbst stellt den Test auch vor und unterlegt ihn mit typisch amerikanischen Animationen.

 

Continue reading

Frühkindliche Reflexe

image_pdfimage_print

Kurz und präzise kann unter diesem Link nachgelesen werden:

www.visiontherapyathome.com

„Five Commonly Retained Reflexes“.

Es ist wichtig ein Grundwissen über die Funktion von diesen Reflexen zu haben, aber auch von ihrem Einfluss auf die Motorik (nicht nur auf diese), wenn sie zu lange persistieren und nicht integriert werden.

Kerstin

 

 

Anatomy Trains – die Videos

image_pdfimage_print

In der englischen Ausgabe von Tom Myers Buch liegt eine DVD bei, in welcher die verschiedenen Trains animiert dargestellt werden. In ihrer schematischen Darstellung sind sie durchaus hilfreich.

 AnatomyTrains

 

Zusätzlich auf dieser DVD finden sich Aufzeichnungen anatomischer Sektionen, die an unkonservierten Kadavern durchgeführt wurden. Hier eine besonders sehenswerte Darstellung.

 

 

 

Serge Gracovetsky über die Bedeutung der Faszia thorakolumbalis

image_pdfimage_print

Dieses Video wurde bereits an anderer Stelle des Blogs gezeigt (nämlich bei  link Warum ist der Begriff der lumbosakralen Verankerung in absoluter Konsequenz falsch“).  Es handelt sich dabei um die Aufnahme eines Referates, welches am 1. Faszienkongress in Boston gehalten wurde.

Gracovetsky ist ein eloquenter Forscher und Redner, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Wirbelsäule beschäftigt. Interessant bei diesem Referat sind seine Bemerkungen zum Intraabdominalen Druck und zur Funktion der Faszia thorakolumbalis und dort die Kraftübertragung der Bauchmuskeln – es ist nicht nur der M. transversus – auf die Gesamtheit der Faszienblätter der FTL. Gemäss Gracovetsky entsteht eine synergistische Wirkung, die so ein Extensionsmoment auf die WS generiert. Das wäre ein Widerspruch zur Aussage von Herrn Bacha, welcher meinte, es gäbe unabhängige Wirkungen die einzig von der einleitenden Kraft auf die FTL abhängen würden.

Dieses Video ist umfassender als dasjenige, welches sich ebenfalls auf Youtube findet und es kann in einem Durchgang betrachtet werden. Zudem beinhaltet es auch noch die wichtige Diskussion mit den übrigen Referenten. Ich habe dieses Video direkt aus den Kongress Videos auf mein Youtube Konto hochgeladen.

Einer der besten Beiträge über die Anatomie der FTL wurde 2012 im Journal of Anatomy veröffentlicht. Er wiederspiegelt den aktuellen Wissensstand.

PDF

 The thoracolumbar fascia: anatomy, function and clinical considerations

Dynamic Neuromuscular Stabilization

image_pdfimage_print

Dieser Beitrag vermittelt einen Einblick in die diagnostische und therapeutische Vorgehenensweise der „Prager Schule“ und des Teams um Pavel Kolar.

Der aufmerksame Leser und Zuschauer wird feststellen, dass gewisse Tests, die uns während des Unterrichtes im Modul „Muskelsysteme“ präsentiert wurden, anders ausgeführt und auch interpretiert werden. Damit wird einmal mehr klar, wie wichtig das Zitat von Budda ist, welches ich einleitend auf der Blogseite veröffentlicht habe.

Über das DNS Icon gelangt man zur Website der Prager Schule, auf welcher sich weiterführende Studien zum Thema finden. Es lohnt sich, dort einmal reinzuschauen.

DNS1      Prague-School-Logosml