Skoliosen

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Auf dieser Seite werden Artikel und Links zum Thema Skoliose zusammengefasst.

skoliose 5

Katharina Schroth bei der Arbeit

 

Skoliose 2

Skoliotische WS aus der Sammulung des Naturhistorischen Institutes Basel

 

 Lovett – Die Mechanik der WS und ihr Verhältnis zur Skoliose

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Präsentationsunterlagen der Vorlesung von Prof. C. Hasler

PDF     Äthiologie – Pathologie

PDF     Konservative Therapie

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PDF     Kongenitale Skoliosen

PDF     Neuromuskuläre Skoliosen

PDF     Master Skoliosen

 

Fachartikel von C. Hasler

PDF     Positionspapier VSS – Konservative Therapien bei idiopathischer Skoliose

PDF    No effect of osteopathic treatment on trunk morphology and spine

PDF     Coronal plane segmental flexibility in thoracic adolescent

 

 

Weblinks zu Fachverbänden

SRS

 

 Skoliose CH

 

 2014-08-17 20_04_04-

Die Skoliose Behandlung nach Lehnert-Schroth – ein historischer Film

… auch  hier – Behandlung im Sinne der ursprünglichen Bedeutung – Hands – on

 

 

Die Website von Lehnert-Schroth auf welcher sich weitere Informationen finden.

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12 thoughts on “Skoliosen

  1. Ich überlege gerade, nachdem wir im letzten Modul von der „3. Dimension“ der Skoliose gehört haben: Wieviele „Dimensionen“ hat die Skoliose eigentlich? Torsion, Rotation, Lateralflexion, Translation, Extension……? Meine ich?

  2. Interessante Bemerkungen. Ich denke aber, dass Du die Begriffe „Dimension“ und „Freiheitsgrad“ verwechselst. Geometrisch betrachtet, hat der Begriff der Dimension mit der Ausdehnung im Raum zu tun.

    Der Punkt hat keine Ausdehnung = nulldimensional,
    die Gerade eine Dimension = eindimensional,
    die Fläche hat zwei = zweidimensional
    und
    ein Körper drei Ausdehungen = dreidimensional.

    In diesem Sinne ist eine Dimension ein statischer Begriff. Allerdings können die Dimensionen durch Bewegungen ineinander übergeführt werden: Bewegt sich ein Punkt erzeugt er eine Linie, die Linie, die sich bewegt erzeugt eine Fläche und die Fläche einen Körper.

    Eine Gerade, eine Fläche oder ein können im Raum unterschiedlich bewegt werden. Die Freiheit der Bewegung nennt man Freiheitsgrad. Man unterscheidet Rotations-- und Translationsreiheitsgrade.

    Zu den Rotationsfreiheitsgraden gehören die Rotation (+/-) mit der frontosagittalen Bewegungsachse, die Lateralflexionen (re/li) mit der sagittotransversalen Achse und die Flexion und Extension mit der frontotransversalen Achse. Pro Rotationsfreiheitsgrad gibt es immer ein Bewegungspaar.

    Die drei Translationsfreiheitsgrade sind Verschiebungen entlang der Hauptrichtungen des dreidimensionalen Raumes.

    Insgesamt gibt es also 6 Freiheitsgrade der Bewewegung im Raumes: 3 Rotations- und 3 Translationsfreiheitsgrade.

    Die Torsion ist weder eine Dimension noch ein Freiheitsgrad der Bewegung, sondern sie ist die Folge einer Verformung oder Deformation eines Körpers als Folge torquierender Kräfte = Drehkräften.

    Nun fragt man sich wohl, was mit der 3. Dimension der Skoliose gemeint sein kann? Da sich eine Skoliose auf die Teilkörper des „Oberkörpers“ bezieht, wäre der Begriff des dreidimensionalen nicht korrekt, da die Teilkörper per Definition sowieso schon dreidimensional sind (das ist die Definition eines Körpers).

    Also muss man sich auf die Bewegungskomponenten beziehen und meint damit die Freiheitsgrade des dreidimensionalen Raumes. Wie wir wissen, sind die Anordnungen der Teilkörper Kombinationen aus Rotations- und Translationskompenenten. Eine Extensionstendenz der BWS wäre somit das Überwiegen des sagittalen Rotationsfreiheitsgrades der Extension.

    Persistiert diese Tendenz in dieser Konfiguration, kann sich diese Anordnungen im Material des Knochens verformend auswirken.

    Allerdings denke ich, dass man sich auf die Ausdehnungen/Dimensionen der jeweiligen Teilkörper bezieht. Die Dimensionen in der SE, FE und TE. Was nun als dritte Dimension bezeichnet wird, ist aber meiner Meinung nach willkürlich. Die dritte Dimension muss nicht zwingend die Sagittalebene sein, es kann genau so gut eine andere Ebene sein. Wenn man die Sache geometrisch betrachtet, muss man die dritte Dimension immer zu den beiden anderen Dimensionen definieren.

    Besser und plastischer wäre die Zuordnung zu den Begriffen Breite -- Tiefe und Höhe. Diese Begriffe entsprechen den geometrischen Ausdehnungen. Die Tiefenausdehnung entspräche dann der Ausdehnung in der Sagittalebene in sagittotransversaler Richtung.

    Die Bezeichnung Extensionsstellung für die Streckhaltung der skoliotischen WS wäre dann sowieso falsch, weil nicht die Extension als Bewegungskomponente zu dieser Form führt. Würde sie das, könnte man auf eine einfache Weise, nämlich durch die Gegenbewegung eine Formänderung hervorrufen.

  3. In meiner eher laienhaften Vorstellung, die Torsion findet in der Struktur Wk direkt statt, aber wird durch sie nicht eine Vielzahl neuer Varianten/Dimensionen geschaffen. Mischbildern, die es ohne Torsion, als strukturelle Grundlage nicht geben würde? Und wie liegen die Ebenen auf denen bewegt wird? Sind die durch die Torsion nicht neu definiert und komplett individuell je nach Ausprägung der Torsion?

  4. Streng betrachtet wäre die Torison die Folge von torqierenden Kräften. Torquirende Kräfte entstehen immer bei Drehbewegungen.

    Zu Deinen Fragen:

    „… wird durch sie nicht eine Vielzahl neuer Varianten/Dimensionen geschaffen.“

    Im Sinne der Definition, werden keine neuen Dimensionen geschaffen, da es nur diese drei Dimensionen/Ausdehnungen gibt. Rein plastisch und phänomenologisch betrachtet, verändert sich nur deren Verhältnis. Das Verhältnis von Breite, Tiefe und Höhe.

    „… Mischbildern, die es ohne Torsion, als strukturelle Grundlage nicht geben würde?“

    Mischbilder würde ich als veränderte Verhältnisse bezeichnen.

    „… wie liegen die Ebenen auf denen bewegt wird? Sind die durch die Torsion nicht neu definiert und komplett individuell je nach Ausprägung der Torsion?“

    Die Ebenen müssen sich aufgrund der Torsion und der damit verbundenen Neuorientierung der Gelenke -- Facetten und Diskus -- zwangsläufig ändern. Ich habe neu eine Abbbildung deformierter Wirbel auf den Blog hochgeladen. Dort sieht man das sehr gut.

    Wenn wir nun annehmen, dass die Torsion nur möglich ist, wenn äussere Kräfte zur strukturellen Verdrehung und schlussendlich zur dauernden Verformung führen, müssen wir uns fragen, wie und warum diese Kräfte überhaupt entstehen.

    Im Moment muss ich sagen, dass ich das nicht weiss. Es könnte ja auch sein, dass die Kräfte intrinsisch entstehen, dass also das Wachstum dieser Wirbel oder eines Wirbels so gesteuert wird. Das ist die Frage nach der Genese.

    Lovett, dessen Arbeit ich unter Skoliosen veröffentlicht habe, hat sich mit der „Mechanik der normalen Wirbelsäule und ihrem Verhältnis zur Skoliose“ beschäftigt. Er hat folgendes festgestellt:

    1. Seitbiegung der WS an der Leiche und am lebenden Modell ist mit Drehung der WS um ihre Längsachse verbunden.
    2. Seitbiegung der WS in Vorwärtsflexion ist mit Drehung der Wirbelkörper nach der Konvexität der Seitbiegung verbunden
    3. Seitbiegung der WS in Rückwärtsflexion ist anderseits mit Drehung der Wirbelkörper nach der Konkavität der Seitbiegung verbunden
    4. Wenn daher Seitenbiegung und Drehung Teile ein und derselben Bewegung sind, so muss Drehung immer von Seitenbiegung begleitet sein.

    Dieses Phänomen nennt man gekoppelte Bewegung. Ob es bei der Entstehung einer strukturellen Skoliose eine Rolle spielt, weiss ich nicht. Falls ja, müsste ja aus irgendeinem Grunde über längere Zeit eine seitbiegende Kraft einwirken, damit eine strukturelle Deformation stattfindet.

    Im Vortrag von Prof. Hasler wurde ja einiges zur Pathogenese der Skoliose gesagt.

    • Nactrag:
      Ich habe gerade noch einmal den Artikel von W. Schmidt gelesen. Zur 3. Dimension schreibt sie auf Seite 3:

      „Eine Verbiegung ausschliesslich in der Frontalebene, verbunden mit Rotation (um die eigene Achse) ist anatomisch nicht möglich. Die 3. Dimension, die Verbiegung in der Sagittalebene, ist eines der Hauptmerkmale der idiopathischen Skoliose, wird aber selten betrachtet.“ (Ob das stimmt, müsste noch geprüft werden, da es auch Kyphoskoliosen gibt).

      Sie redet also nicht von Extension, sondern von Bewegungsebenen und damit indirekt von Ausdehnungen.

      Einmal mehr müssen die Begriffe klar definiert werden -- das alte leidige Thema -- und sauber und konsequent richtig angewendet werden, definitiv in einem akademischen Studiengang.

      • Sie schreibt auch: ……“.Befindet sich der Scheitelpunkt einer thorakalen Krümmung zu weit ventral, also in Extensionsstellung und wird dann noch die dynm-konzentr., symmetrische Arbeit der autochtonen Muskulatur im Sinne der Extensionsbewegung aktiviert, so wäre das ein Kardinalfehler in der Therapie, da die Skoliose in „ihre“Richtung getrieben, bzw. mobilisiert ……..“ Sie schreibt nicht, dass dies immer so ist.

  5. In Eile, habe Teile des Films gesehen. Auch hier die Frage, ob die Korrektur der äusseren Form das eigentliche strukturelle Thema trifft, die veränderte Lage Facettengelenke durch Torsion und damit der individuellen Bewegungsebenen.

  6. Alles Gute kommt aus Sachsen :-). Wo haste die denn ausgegraben? Beeindruckend. Besonders spannend die Übungen im „Türkensitz“. Die Zeiten haben sich gewandelt. ….

    • Ich habe mich mit der Geschichte der Schroth Therapie beschäftigt, um mehr über die Übungsprinzipien zu erfahren. Dabei bin ich auf die Website von Lehnert/Schroth gestossen. Die Filme werde dort unter Videos gezeigt.

      Interessant ist zum Beispiel der 3. Film. Dort werden Röntgenaufnahmen der Zwerchfellbewegung gezeigt und zwar im Normalfall aber auch bei einer Skoliose. Wirklich beeindruckend.

      Die Übungen, die vorgestellt werden, werden auch in den Bücher noch immer so empfohlen.

  7. Ja die Rö Aufnahmen sind sehr interessant. Auch diese schwersten Skoliosen zu sehen, die soweit ich weiss damals, 10/15 Jahre nach dem Krieg , häufig wegen Rachitis und natürlich komplett fehlender Prävention dieses Ausmass entwickelten. Und man sieht auch, dass die „3. Dimension“ sehr unterschiedlich ausgeprägt und lokalisiert sein kann, manchmal nur über ein paar Segmente und auch völlig fehlen kann. Interessant auch, es wird die äussere Form korrigiert/überkorrigiert, was das für die Muskulatur/ Strukturen bedeutet! Am einleuchtendsten ist für mich die Intervention über die Atmung.

  8. Habe gerade Teile von Film 2 geschaut. Da sieht man ja Fälle, wie sie uns heutzutage begegnen. Wirklich stark abgeflachte Wirbelsäulenabschnitte, wenig Tiefe. Die Übungen finde ich eigenartig, militärisch. Und man macht diese Verrenkungen :-) sogar am Strassenrand ? Und immer mit Ganzkörperspannung zum Schluss…..damit die Sich die Korrektur stabilisiert.Was denken die Anderen dazu?
    Aus der FBL würden sich bestens die Frösche im Sitzen, der VFST, der aufgeklappte VFST, die Krabbe usw. eignen.

  9. Markus, Du hast Teile Deiner Skoliosebeiträge unter Allgemein geschickt und am 19. schon und ich habe sie gar nicht gesehen. Zum Symmetrieprinzip, ich habe das so verstanden, dass Du in einem Bereich mobilisierst, übst, in dem Symmetrie möglich ist und Du nicht in strukturelle Grenzbereiche kommst. …..bis zu welchen Cobb Winkel Graden dies möglich sein kann und funktioniert weiss ich nicht, bzw. fehlen mir Erfahrungswerte. Bei den Kindern und Jugendlichen, die intensiv dran bleiben haben wir gute Erfahrungen. Ich möchte gerne wissen, was alle anderen dazu denken????

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